Benzinverbrauch 5 Spritspar-Tipps fürs Autofahren

Der Ärger an der Zapfsäule ist groß, der Preisanstieg zuletzt enorm. Um den Spritverbrauch zu senken und den eigenen Geldbeutel etwas zu schonen, können schon kleine Anpassungen am Auto oder beim Fahrverhalten hilfreich sein. Diese Änderungen helfen, damit die Tankfüllung länger hält.

Auto mit Dachgepäck
Jede Ladung zu viel an Bord kostet extra Sprit bei jedem Anfahren – vor allem wer in der Stadt fährt, sollte zu viel Ballast abladen, um Benzinkosten zu sparen. - © filmbildfabrik - stock.adobe.com

Wegen des Kriegs im Nahen Osten sind der Ölpreis und die Spritpreise zuletzt so hoch gestiegen wie seit Langem nicht mehr. Zwar hat sich der Preisanstieg in den vergangenen Tagen etwas beruhigt, eine Tankfüllung kostetet Autofahrer aber immer noch einiges mehr als noch im Februar. Wer Benzin tankt, zahlt schnell 10 Euro mehr als noch zuvor, Dieselnutzer ärgern sich sogar etwas mehr als 20 Euro Mehrausgaben auf 50 Liter. Ob Handwerker oder Privatperson: das geht schnell zulasten des Monatsbudgets. Wie sich die Preise entwickeln, und ob geplante Maßnahmen der Regierung fruchten, ist noch nicht absehbar.

Gut, wenn man dann bei notwendigen Fahrten zum Kunden oder auch im Privatleben ein paar Euro einsparen kann. Die folgenden 5 Tipps vom ADAC Hessen-Thüringen können dazu beitragen:

1. Tempo herausnehmen

Je schneller ein Auto fährt, desto größer wird der Luftwiderstand und damit der Verbrauch. Ein Beispiel: Wer im Mittel mit 100 km/h anstelle von 120 km/h fährt, kann auf der gleichen Streckenlänge rund 15 Prozent Kraftstoff einsparen. Wer dagegen 160 km/h fährt, verbraucht rund 50 Prozent mehr als es im Vergleich zu einem mittleren Tempo von 100 km/h der Fall wäre.

Der Auto-Club macht eine Rechnung mit einem Benziner auf, der bei einem mittleren Tempo von 100 km/h rund 6,7 Liter Super auf einer Strecke von 100 km verbraucht. Bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h steigt der Verbrauch auf 10,1 Liter auf 100 km. Bei einem angenommenen Preis von 2,00 Euro pro Liter kostet das schnellere Fahren etwa 6,80 Euro mehr.

2. Bei Schaltgetriebe: Clever schalten

Neben der grundsätzlich mäßigen Geschwindigkeit kann das richtige Schalten Sprit sparen, natürlich vorausgesetzt man fährt ein Auto mit Schaltgetriebe. Vor allem hochtouriges Fahren – mit einer Drehzahl von mehr als 2.000 Umdrehungen pro Minute – lässt den Verbrauch ansteigen.

Besser: Beim Beschleunigen so früh wie möglich hochschalten, um hohe Drehzahlen zu vermeiden. Das gewählte Tempo sollte dann mit einer möglichst niedrigen Drehzahl beibehalten werden. Zurückschalten sei in der Regel erst nötig, wenn der Motor ruckelt oder zu brummen beginnt, so der Club. Viele moderne Autos zeigen auch Gangempfehlungen im Display an.

Immer wichtig: Möglichst mit konstanter Geschwindigkeit – wenn vorhanden, Tempomat nutzen – und vorausschauend fahren. Wer etwa von weitem eine rote Ampel sieht, kann die Motorbremse nutzen und bei eingelegtem Gang vom Gas gehen. Dabei wird die Kraftstoffzufuhr der meisten Autos komplett abgesperrt – die sogenannte Schubabschaltung.

3. Bei Automatikgetriebe: Spezial-Fahrmodi nutzen

Bei Autos mit Automatik gibt es oft ein Eco-Fahrmodus. Dann schaltet das Auto früher hoch und später runter. So sinken Drehzahlniveau und Verbrauch.

Einige Autos haben auch einen sogenannten Segel-Modus, der zusätzlich Kraftstoff sparen kann. Dabei wird der Motor vom Antriebsstrang getrennt und läuft im Leerlauf. Dadurch rollt das Fahrzeug länger frei. Allerdings verbraucht der Motor im Gegensatz zur Schubabschaltung weiterhin etwas Kraftstoff. In bestimmten Situationen, etwa bei Gefälle, kann der Segel-Modus insgesamt dennoch effizienter sein.

4. Reifendruck optimieren

Wer sicher, komfortabel und sparsam fahren will, sollte den Luftdruck der Reifen regelmäßig kontrollieren. Schon ein um 0,3 bar reduzierter Druck steigert den Rollwiderstand und sorgt für unnötigen Mehrverbrauch. Wer weiter sparen will, kann – sofern dies in der Bedienungsanleitung beschrieben ist – den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Reifenluftdruck leicht erhöhen.

Nicht vergessen: Der Reifendruck eines vollgepackten Autos, etwa bei Materialtransport oder auf dem Weg in den Urlaub, muss an das neue Gewicht angepasst werden.

5. Gewicht reduzieren

Weniger ist weniger: Jedes zusätzliche Gewicht an Bord oder in Aufbauten wie Dachboxen führt am Ende zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Als Faustformel nennt der Club: 100 Kilogramm Zusatzlast führen zu bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer. Eine große Werkzeugkiste mehr oder weniger kann täglich ein oder zwei Euro Kostenunterschied ausmachen.

Wer etwa aus dem Oster-Urlaub zurückkommt, sollte daher nicht mehr benötigte Gegenstände aus dem Auto räumen und etwaige Aufbauten abmontieren. Speziell in der Stadt wirkt sich das Gewicht einer Zuladung negativ auf den Spritverbrauch aus. Jedes Anfahren und jede Beschleunigung kostet extra Sprit. dpa/ewö